Nachdem die meisten Aufnahmen zu "Anamnesia"
im Oktober 2005 beendet waren, suchte ich nach einem Weg, musikalisch andere
Wege zu finden und vor allem vom oftmals episch überfrachteten "kinetic"-Sound
wegzukommen. Ich begann einen weg zu suchen, ein Lied zu beginnen und in einem
Durchgang abzuschließen, ohne mir um Schlagzeug oder die Meinung anderer
Bandmitglieder Gedanken machen zu müssen. Nur mit Gitarre, digitalem
Multi-Effektgerät, E-Bass und einigen Cubase-Plugins entstanden so schnell
einige Lieder, die wesentlich elektronischer orientiert waren und insgesamt
ruhiger und weniger aufreibend klangen. Hinzu kamen einige meiner Akustik-
und Elektronik-Stücke, die durch das "kinetic"-Raster gefallen
waren und sich gut in meine neuen Ansätze einfügten. So entstand
mehr als Ablenkung von den nahenden Gesangsaufnahmen das Solo-Projekt "sjÁlfur",
an dessen Ende die CD "Prey" mit elf (vollkommen voneinander unabhängigen)
Stücken mit Längen zwischen 1:45 und 12:30 Minuten, von denen auch
einige Stücke in instrumentaler Form in der "media"-Sektion
zu hören sind.